Therapieziele der Traumaverarbeitung:
In der traumatherapeutischen Prozessarbeit geht es um Selbstreorganisation. In der traumatisierenden Situation war die Zeit zu kurz, der Organismus überfordert.
Ein traumatisierendes Ereignis löst oft Unsicherheit, Hilflosigkeit, Resignation, das Gefühl des Ausgeliefertseins, das Gefühl, es nicht zu schaffen bei dem betroffenen Menschen aus.
Durch die verschiedenen Schritte der Traumaintegration (Orientierung, Stabilisierung, Ressourcenaufbau, korrigierende Varianten etc.), durch das Lösen von festgehaltenen Restenergien und nicht ins Ziel geführten Impulsen kann aus Hoffnungslosigkeit wieder Hoffnung entstehen.
„Traumaauslösende Ereignisse sind im Allgemeinen durch fünf Eigenschaften gekennzeichnet: zu schnell, zu heftig, zu viel, zu lang dauernd, zu oft. Daraus ergeben sich zentral wichtige, allgemeine Konzepte zur Traumaverarbeitung, die es unbedingt zu berücksichtigen gilt, damit das ursprünglich überwältigende Ereignis jetzt nachträglich bewältigt werden kann.
Entsprechend der allgemeinen fünf Charakteristika lauten diese Vorgehensweisen: Verlangsamen, jeden therapeutischen Schritt vorbereiten, sanftes Vorgehen/ sanfte Übergänge, wenig aufs Mal, kurze Sequenzen mit häufiger Reorientierung ins Hier und Jetzt. (Fischer, M., 2011: Integrative Traumatherapie IBP. IBP-Institut Winterthur.)